Wohnen in Frankfurt

In Frankfurt zu wohnen hat mit Sicherheit seinen Reiz.

Besonders wenn man in der Stadt arbeitet und nicht jeden Tag für den Weg zur Arbeit und nach Hause in einem nervigen Stau (und davon gibt es zu den Stoßzeiten sehr viele!) seine Zeit verplempern möchte. Auch kulturell hat die Stadt einiges zu bieten und kulinarisch sowieso.

Doch wer kann es sich heutzutage noch leisten, in der Stadt mit Deutschlands schönster Skyline zu wohnen? Die Antwort ist: Eigentlich nur noch die wirklich Wohlhabenden.

Die Mieten in den Szene-Stadtteilen wie Sachsenhausen, Bockenheim oder Nordend sind auf einem dermaßen hohen Niveau, das sich ein Normalverdienender diese kaum noch leisten kann. Beispiel gefällig? Eine junge Frau, Single, gut beschäftigt in einer Frankfurter Werbeagentur. Sie verdient brutto 2.500 Euro. Als Single mit Steuerklasse 1 bleiben ihr davon Netto 1.600 Euro. Sie zahlt für eine Zweizimmerwohnung (50qm) im Frankfurter Nordend 850 Euro warm. Zieht man dann noch gut 150 Euro für Telefon, Strom und Versicherungen ab, bleiben gerade 600 Euro monatlich für Lebensmittel und das Leben allgemein. Damit kann man (gerade im teuren Frankfurt) weder große Sprünge machen, noch etwas zur Altersvorsorge ansparen. An den Unterhalt eines eigenen KFZ braucht man auch nicht zu denken.

Doch auch Familien, die gerne in der Stadt wohnen möchten, haben es schwer. Die Immobilienpreise in Frankfurt sind so hoch wie nie. So zahlt man zur Zeit für ein kleines Ernst-May-Haus in Frankfurt-Eschersheim schon mal eine halbe Million Euro. – Und das für eine Wohnfläche von ca. 90qm! Man darf dann noch mal gut 50.000 – 100.000 Euro Sanierungskosten in das (denkmalgeschütze) Haus stecken. In unserer Rechnung ist noch kein Makler enthalten, den man eventuell bezahlen muss und auch noch nicht die Grunderwerbssteuer. – Die wird übrigens in Hessen zum 1. August auf 6% angehoben.

So ist es gut nachvollziehbar, dass sich viele Wohnungssuchende und zukünftige Hausbesitzer lieber in der Provinz oder den Frankfurter Randgebieten umsehen. Denn dort sind die Mieten oft um ein vielfaches niedriger und Häuser und Baugrundstücke noch zu bezahlen. – So bleibt dann auch genügend Geld übrig um wirklich einen guten Lebensstandard pflegen zu können und nicht ausschließlich nur für die eigenen vier Wände zu arbeiten.

Mehr Infos zum Thema gibt es auch hier:

Ratgeber Immowelt

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