Der Parteitagsbeschluss der CDU, Deutsch als offizielle Sprache im Grundgesetz verankern zu wollen, stößt auf geteiltes Echo. Zentralrat der Muslime übt harsche Kritik. Kanzlerin lenkt ein.
Auf ihrem Stuttgarter Parteitag stimmten die Delegierten der CDU mit überwältigender Mehrheit für einen Antrag des Landesverbandes Saar, wonach der Artikel 22 des Grundgesetzes um den Passus ‘Die Sprache der Bundesrepublik ist Deutsch‘ erweitert werden soll.
Doch nicht überall findet dieser Vorschlag Anklang. Während Sprachwissenschaftler anmerkten, dass dies schon lange nicht mehr der Realität entspräche, kritisierte der Zentralrat der Muslime umgehend die mangelnde Integrationsbereitschaft der Union. “Muss nicht Grundgesetz!”, äußerte sich ein angesehener Linguist gegenüber dem Frankfurter Magazin.
Bundeskanzlerin Angela Merkel lenkte am späten Mittwochabend ein und stellte einen vielversprechenden Kompromiss in Aussicht. “Als kleines Entgegenkommen an die Kritiker unserer Idee”, so Merkel, “verzichten wir im Grundgesetz künftig auf sämtliche Artikel…”
Zentralrat und Sprachwissenschaftler finden Lösung gut.






