Die unlustige Finanzkrise beherrscht momentan das Mediengeschehen. Neben so wichtigen Themen wie Madonnas Scheidung, Haiders Besuche in einer Schwulenbar und Dieter Bohlens neues Superbuch vom Plattmachen und Geldverdienen. Gut, damit ist der Informationsbedarf eigentlich gedeckt und man kann sich vor die Glotze werfen und sich beim Sexreport einen runterholen oder Ross Anthony beim Schreien betrachten (und sich einen runterholen. Wir sind ja offen für alles.)
Was mir auffällt, das ist eine allgemeine Blogmüdigkeit. Wenn nicht gar ein Blogsterben. Ich verstehe das schon. Wer hat Lust auf Bloggen, wenn Effenberg im TV Weisheiten von sich gibt oder sich die Öffentlich-Rechtlichen von einem Eklat zum nächsten hangeln? Und wenn man sich einen Runterholen kann. (Alternativ und für meine weiblichen Leser: Masturbieren. Ficken geht natürlich auch, sofern ein zweiter williger Mensch irgendwo greifbar ist (und sich nicht gerade bei Bauer sucht Frau einen runterholt.)).
Um dieser um sich greifenden Blogunlust entgegenzuwirken, habe ich ein kleines Selbsthilfeprogramm entwickelt, mit dessen Hilfe jeder schnell und unkompliziert sinnlosen, aber nicht desto trotz schwachsinnigen Content erzeugen kann und als Superfeature dazu auch wirklich Leser für den Müll finden wird. Wenn man denn meine Ratschläge befolgt!
Ich plaudere hier also mal aus dem Nähkästchen. Ich stelle Euch hier wiederaufbereiteten alten Mist von meinem Blog zur Verfügung. Ich erweitere Eure Horizonte im Folgenden mit völlig neuen Erkenntnissen:
Als erstes sollte man sich über die Überschrift Gedanken machen. JA! Nicht der Inhalt ist interessant, der Titel bringt den Klick! Je sinnloser der Titel, umso besser. Beispiel: Fnügr. Oder Schlump, Gnnh, Arrgh usw. Reißerische Überschriften mit latent oder offensichtlich sexuellem Inhalt wirken natürlich fast genau so gut. Sex und Schwachsinn also ergeben das Erfolgsgeheimnis eines einigermaßen gut besuchten Blogs. Ok.
Schreiben wir also über schwachsinnigen Sex. Pervers, anzüglich, versaut!
Ich erkläre Dir gerne, wie Du mit Hilfe dieses einfachen Grundprinzips aus Deinem schlechtbesuchten Blog zumindest ein B-Blog machen kannst. Nicht, daß das irgendjemanden interessieren würde. Aber wenn Du Dir schon nichts leisten kannst, mit Deiner Schwanzlänge, Deinem Auto oder Deinen Titten zu prahlen, warum dann nicht mit gigantischem Traffic?
Ärgerst Du Dich denn nicht auch, daß Deine intelligenten, vielleicht sogar literarischen Texte kein Arsch liest? Bist Du unglücklich, weil kein Schwanz auch nur den Hauch von Interesse für das zeigt, was Du zu sagen hast? Trotzdem wäre ein bißchen Aufmerksamkeit Balsam für Dein Ego?
Die Lösung liegt auf der Hand: Hol Dir die Wichser!
Katja, immer zur Stelle, wenn Rat und Hilfe benötigt wird, erklärt Dir liebend gerne, wie das funktioniert. Im Prinzip sind nur diese drei Schritte nötig:
- Poste dämliche Blogüberschriften
- Fülle Deinen Artikel mit sinnlosem Gequatsche
- Antworte kryptisch auf Kommentare
Wir widmen uns in diesem Workshop übrigens nur dem Inhalt. Das Design, die Blogsoftware oder den Blogtitel musst Du Dir selbst ausdenken. (Eine Mischung aus entsetzlichen Farben und Titten kommt immer gut – siehe mein Blog).
Hinweis: Du findest hier nur bedeutungslose Tips mit null Erfolgsgarantie, um aus Deinem schlecht-besuchten und viel zu intellektuellem Blog den größten Bockmist des Internets zu erschaffen. Ich garantiere Dir ausdrücklich, daß ich nicht die geringste Erfolgschance garantiere!

Schritt #1:
Zunächst brauchst Du einen reißerischen Postingtitel. Natürlich könnte man jetzt sein Gehirn bemühen. Doch wozu das? Es gibt genug Generatoren, die das für Dich erledigen.
Hier z.B.:
Zusammenfassung Schritt #1 mit Beispielen:
Testen wir das ganze gleich. Ich habe den Schlagzeilengenerator verwendet und dabei folgenden Titel erstellt bekommen:
Hört das denn nie auf? Katja leidet wie ein Hund.
Alternative: Wahaa! Will ficken!
Schritt #2:
Jetzt brauchst Du schweinischen oder bescheuerten Inhalt.
Auch dazu brauchst Du Dir kaum einen Satz selbst ausdenken.
Nehmen wir unser Beispiel aus Lektion 1: Hört das denn nie auf? Katja leidet wie ein Hund.
Du gibst jetzt nur “leidet wie ein hund” bei google ein und schwupps, schon hast Du content. Gut, Du musst etwas improvisieren. Aber der Anfang ist gemacht.
Erst jammerst Du ganz allgemein rum, fluchst und pöbelst ein bißchen. Fügst außerdem immer wieder ein, daß Du gerne ficken würdest und schon tropfst (oder permanent ne Latte rumträgst).
Dann, um einen kleinen Übergang zu schaffen, regst Du Dich noch drüber auf, wie dämlich dieses Sprichwort ist, wo doch kein Arsch weiß, wie ein Hund leidet und stellst Hypothesen auf, was Du darunter verstehst. Zuletzt fügst Du ein Video ein, wo es genau um diesen Ausdruck geht.
Zusammenfassung Schritt #2 mit Beispiel:
Verdammte scheiße, Leute, ich bin schon wieder so was von ultra-scharf. Es tropft! Kaputter Abfluss is gar nix dagegen!!!
Genaugenommen: Ich LEIDE WIE EIN HUND! Jawohl!!
Ich will endlich wieder ficken!!! (unbedingt in jedes Posting einfügen, Stichwort Suchbegriffe!)
Jetzt frage ich mich allerdings, wie zur Hölle (fluche so oft wie möglich!), leidet eigentlich ein Hund? Woher will man das denn bitte schön wissen? Muss ich so nem Köter auf den Schwanz treten, um das herauszufinden? (zeige ein bißchen Bösartigkeit, quasi political uncorectness)
(Überleitung 1:) Apropos Schwanz: Fuck (wir erinnern uns an die Suchbegriffe?), schon mal gesehen? Die können sich selbst bequem lecken (dito!) ! Und machen das auch! Menno, ich will das auch können! Ist doch scheiße langweilig, es sich immer mit den Fingern oder nem Dildo zu besorgen. Meine Muschi braucht mal was anderes.
(Überleitung 2:)
Oh, da fällt mir doch gleich ein Video zu ein, so bezüglich Muschi und Hund: Kuckst Du hier!
Na, aber hallo, Dein erster sinnloser Blogeintrag mit sexuellem Inhalt ist fertig!!!
Schritt #3:
Der Traffic ist dank Ficklastigkeit nicht schlecht. Du bist eigentlich ganz zufrieden, aber eine Sache gibt es da noch?
Richtig, der Umgang mit Kommentatoren muss gelernt sein.
Denn, neben haufenweise Spam mit Pornolinks kommen doch auch ein paar Wichser, die meinen, Ihren schwachsinnigen Beitrag zu Deinem Müll leisten zu müssen.
Auf solche Wichser kannst Du reagieren, indem Du sie
oder, um zu zeigen, wie intellektuell überlegen Du doch bist, indem Du ihnen
Zusammenfassung Schritt #3:
Stell Dir einfach vor, auf oben genannten Artikel bekommst Du folgende Kommentare:
longcock says: hey chica, darff ich in deine hare wieksen?
Ampelmann says: Och …., das Video ist alt. Und Hunde tritt man nicht.
jeannie says:![]()
Darauf antworten wir jetzt dank unserer praktischen Helferlein so:
@longcock: Ach schwirr ab, Du Wald-Maul.
@Ampelmann: Alter macht blind.
@jeannie: Danke für Deinen Kommentar. Was ich noch sagen wollte: Zwei Hähne auf dem Mist holt am Abend die Katze.
Siehst Du, ganz einfach
Gratulation: Du bist jetzt in der Lage, ein schwachsinniges und perverses Müllblog zu betreiben!
Willst Du noch ein bißchen Werbung für Dein Blog machen? In Foren usw.? Fehlt Dir der passende Slogan? Verwende einfach den Sloganizer. Der Slogan ändert sich alle 30 Minuten, auch nach dem Einbau in Dein Blog.
Beispiel gefällig:
Eine erfolgreiche Beta-Blogger-Woche wünscht Dir das blonde Alien.








[...] Hier geht es zu den wertvollen – und VÖLLIG KOSTENLOSEN, ja BILLIGEN – Ratschlägen: Hol Dir die Wichser! [...]
Ach? Das ist also deine Erfolgsstrategie? xD
Danke für die geheimen Einblicke, ich wär alleine nie drauf gekommen
<3 Fick3n <3
Ja… jetzt weiß ich auch, warum ich mit meinem Blog so rumkrebse…
Da bemühe ich mich, einigermaßen Sinnvolles zu schreiben ohne zu viel persönliche Geheimnisse zu verraten und nun sehe ich, wie einfach es ist, einen gut besuchten Blog zu haben…
Jaja… Selbsterkenntnis tut Wahrheit kund.
Du abgewrackte Halb-Bauern-Ische !
*flüster* Siehste… ich lerne schnell…
Auf Youtube scheint ein ähnliches Erfolgsrezept zu gelten, sagt zumindest die Dame mit dem tiefen Ausschnitt: http://www.youtube.com/watch?v=Fq_tC096BKA