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Alien jauchzt hydrierten Sex

veröffentlicht von Katja am 25. August 2008 Kategorie Satire. Du kannst allen Kommentaren dieses Beitrags folgen RSS 2.0. Du kannst einen Kommentar oder einen Trackback für diesen Beitrag hinterlassen

FederFrisch verliebt, wie ich nun einmal bin (und gibt es eigentlich noch jemanden im Netz, der davon nichts weiß?), erwische ich mich in letzter Zeit immer wieder dabei, über diesen Zustand (neben all dem Schmetterlingsflattern und dem ganzen Schweinkram körperlichen Gefühlsausdrucks) intensiv nachzudenken. Erschienen mir früher Liebesgedichte und -schwüre, Kerzenschimmer und ein gehauchtes “Ich liebe Dich” geradezu grotesk, bekomme ich jetzt feuchte Augen (JA! Auch meine Augen können feucht werden!) und ich schmelze quasi dahin.

Liebesgedichte sind eine feine Sache und ein paar Autoren, die ebensolche verfasst haben, scheinen tatsächlich Ahnung davon gehabt zu haben. Und weil Ihr mir, geschätzte Leser, doch so herzlich egal sehr am Herzen liegt, quäle beglücke ich Euch heute mit meinen Kunstwerken. Ich würde Euch folgendes meisterliches Gedicht ja nur ZU gerne vorlesen, aber schade, schade, mein Podcast-Set liegt ja noch in Mordor und wie das Netz 2.0 weiß, weile ich zur Zeit außerhalb.

Stellt Euch einfach meine quäkige wundervoll erotische Stimme bei folgendem Text vor:

Nur die Huldigung eines Aliens

Alien.
Oh nasses Ding du!
Sex, meine hydrierte Chance.
Beim Herzen in einsamer Nacht!
Fickt!
Achtet!
Du gribblige Welt!
Alien du.
Käsig so unerreicht.
Alien zwischen Arbeiten und Achten.
Sex so faul.

Ich bin mir ganz sicher, daß Ihr jetzt ebenso ergriffen seid, wie ich es bin. Sicherlich ist Euch der heitere und doch auch melancholische Spannungsbogen nicht entgangen. Sofort dürfte Euch aufgefallen sein, daß ich gekonnt körperliches Begehren in mannigfaltiger Form dezent mit zarter Wehmut und dem konventionellen Druck der Gesellschaft verknüpft habe! Die Klimax findet sich erkennbar in der sozialkritischen Aufforderung “Achtet!”

Ich denke, ich kann ohne Überheblichkeit sagen, daß dieses Kunstwerk auf einer Stufe mit der vogonischen Dichtkunst der Poesie der Meister aller Kulturen dieser Welt liegt!

Jaja, okee, der schlaue und aufmerksame Blogleser des blonden Alien hat mich vermutlich sofort durchschaut und weiß natürlich, woher der Hase weht bzw. wie der Wind läuft! Ha, denkst Du Dir sicher, so ein großartiges Stück Literaturgeschichte kann ja NIEMALS von Katja kommen!

Und Recht hast Du natürlich. Ich habe mich, wie es sich in unseren modernen Zeiten gehört, (wieder einmal) des Poetrons bedient. Poetron ist ein Gedichtgenerator, der einfach nur umwerfende Werke ausspuckt. Du musst nur ein paar Worte vorgeben (Schweinkramworte maskieren!), auf den Dichte Button klicken und schon wirft Dir der Generator ein Meisterwerk wie obiges aus.

Und weil das Frankfurter Magazin es in meinen Augen LÄNGST verdient hat, daß man ein Loblied auf es singe, schrieb ich noch schnell eine weitere Huldigung: (jaja, der Generator war’s…)

Jauchzende Kolumne für’s Frankfurter Magazin

Kolumne jauchzt Dir beschissen
Beschissen und zart
Tja Frankfurter Magazin
Kolumne für’s Frankfurter Magazin
Du jauchzt nicht das Ausmass
Doch jauchzt Dir der Aufstieg
Ihr Kolumnen, ihr Zarten
Kolumnen für’s Frankfurter Magazin, Kolumnen in einsamer Nacht

Eine Woche voller Poesie wünscht Euch das blonde Alien.

Bild via flickr.com.

3 Antworten für “Alien jauchzt hydrierten Sex”

  1. [...] Taschentuch bereit halten und dann ab nach hier:  Alien jauchzt hydrierten Sex [...]

  2. Gucky sagt:

    DAS ist ja nicht zum Aushalten… :mrgreen:
    Ich wollte es wäre Nacht oder der große Computergau käme… :-)

  3. ellen sagt:

    Also das mit dem Feuchtwerden ist bei diesem ‘Liebesgedicht’ ja so eine Sache: für unten reicht’s nicht ganz und für oben kommen dann wohl eher Lachtränen als Tränen der Rührung in Frage… Obwohl dieses: “Oh nasses Ding du!”, schon sehr hübsch ist! :-)

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