Geistig gesunde Vertreter des Homo sapiens sapiens sollten die Benutzung von Fernsehgeräten in Verbindung mit Fernsehprogrammen nach Möglichkeit meiden. Als reines Wiedergabemedium an DVD-Abenden oder auf PlayStation-Weltmeisterschaften geht das Gerät voll in Ordnung. Aber dann ist es eben auch kein Fern-Seher. Zu einem solchen mutiert das LSD LPG LCD, Plasma-, oder – schon bald archäologisch und für Erich von Däniken als Beleg für Außerirdische wertvolle – Elektronenstrahlröhrengerät erst in Verbindung mit einer Sendung. Unscheibar TV-Programm genannt, sind diese Telelobotomien erst der eigentliche Grund, weshalb man zu der Annahme plötzlicher Televisionen neigt.
Das Fernsehen galt mit Vernunft geschlagenen Menschen schon in seinen Anfängen als potentiell gefährlich. Nicht auszudenken, wenn einem Goebbels das heutige Sendeangebot des Farbfernsehens zur demagogischen Verfügung gestanden hätte! Von der dem Fernsehkonsum immanenten Entmündigung abgesehen, die durch die Erfindung einer Fernbedienung lediglich auf die bewegungsarme Wahl zwischen verschiedenen Formen geistiger Absenz verlagert wurde, geizen die Macher von Fernsehunterhaltung chronisch mit diesem nostalgischen Dings, diesem…na…wie nannten die Intellektionellen das immer…ach genau, mit Sinn! Da man in den 1950er Jahren noch lange auf die DVD warten musste, vertrieben sich schon damals etliche Philosophen die Zeit damit, Polemiken gegen das Fernsehen zu schreiben. Schien aber nichts bewirkt zu haben. Dass Wissenschaft, wenn sie nicht gerade PlayStations erfindet, eher was für Leute ist, die sich nicht damit abfinden können, irgendwann nicht mehr im Sandkasten spielen zu dürfen, und sich daher einem gehobeneren Niveau von Luftschlössern fragwürdigen Allgemeinnutzens zuwenden, grenzt an Wahrscheinlichkeit angesichts der Tatsache, dass Jahrhunderte der Aufklärung, Technikwunder und eben dieser Philosophen das Fernsehen gnadenlos geschont haben.
Setzt sich der masochistisch geneigte Mensch einen Abend lang vor ein solches Gerät und frönt der deutschen Fassung dieses Dementenkaleidoskops audiovisueller Effekthascherei, so richten sich seine Gedanken womöglich mit Recht allmählich auf die Erlangung eines amtlichen Rausches oder wahlweise den Hirntod. Freitag Abend ist ein guter Abend für derartige Selbstversuche. Aber eigentlich funktioniert jeder andere Wochentag genauso gut. Böses ahnend, schaltet man also den Fernseher an und…
Auf n-tv (das n steht angeblich für Nachrichten, und richten sollte man die Verantwortlichen in der Tat) widmet sich eine Sendung experimentell der Frage, mit welchen Methoden man am Besten Autoreifen zum Platzen brächte. Burn-out bringe bei Regenwetter wenig, auch Nägel auf der Fahrbahn seien ungeeignet, zertrümmerte Glasflaschen hingegen das non plus ultra des Reifenschlitzertums. Zapp. In einem Spielfilm droht ein Jüngling dem Uma Thurmanschen Vogelgesicht an: “Ich möchte Dir ein Baby schenken!”, worauf hin sie diesen sämigen Akt der Großherzigkeit mit einem “Oh, das ist das schönste Geschenk, das ich je bekommen habe!” adelt. Den Daumen des Chronisten zieht es zum Ausschalter. Er leitet ihn gerade noch um und – Zapp.
Eine dieser als Castings verstandenen Demütigungsshows, deren Vielzahl es mittlerweile verunmöglicht, ihnen im TV Programm gänzlich zu entrinnen, läuft. Die tollsten Momente werden mit clownigen Geräuschen unterlegt und zusammengeschnitten vorgeführt. Die eigentliche Show sickert als selbstparodierender Wiederaufguss durch die Bildfläche. Zapp. Aus Versehen Maischberger erwischt. Zapp. Eine Volksmusiksendung. Abwechselnd pubertäre Brut in Trachten im Anfängermodus und gestandene Musiker – pardon – Musikanten, bei denen das Mundöffnen und -schließen zum Playback, mit einem dazu in den Händen gehaltenen Musikinstrument, schon besser klappt. Bei Anblick der Studiokulisse schwappt dem Unkundigen trotz ausgeschaltetem Ton ein bischen Magensäure hoch. Der kleine Toni steht singend vor einem Pappmascheebrunnen und schlenkert mit seinem seltsam fehlgebildeten Arm, von dessen Schulter auch immer wieder der Träger seiner Lederhosen den Weg nach unten findet. Unbehelligt durch das Jugendamt oder UNICEF muss der Knirps den Freunden der ‘Musi’ seine ästhetische Unschuld zu Grabe tragen. Er sieht auch nicht sehr fröhlich dabei aus. Zuhause wartet wahrscheinlich schon der Papa mit dem neusten Hit. Zapp.
Ein Experte erklärt den Zuschauern, wie sie ihre PC Tastatur reinigen können. Die Schale könne man abnehmen und ruhig mal in die Spülmaschine geben. “Aber dann darf man wahrscheinlich nicht mit Schleudergang waschen”, bestätigt die Moderatorin ihre Befähigung zur Schaufensterpuppe, die den Unterschied zwischen Spül- und Waschmaschine wohl erst bemerkt, wenn man sie persönlich hineinsteckt. Das geistige Auge beginnt dem Zuschauer zu tränen. Zapp. Im ZDF Nachtstudio zum Thema Darwinismus fragt der Moderator vor einem Bildschirm mit Lagerfeuervideo Geistloses: “Ja, wenn wir jetzt mal diese Idee vom survival of the fittest auf den Palästinakonflikt übertragen, könnte man dann davon ausgehen, dass Israel als technologisch höher entwickelter Staat auf lange Sicht den Sieg davon trägt?” Die anwesenden Biologen helfen ihm anschließend bei der Schadensbegrenzung. Um die Uhrzeit sieht das eh kaum jemand. Zapp.
Eine Literatursendung, die Richard David Precht vorstellt. Endlich ein photogener Heiland der Populärwissenschaft. Schade, wie sie ihn verwursten. Zapp. Werbung. Zapp. Wolfgang Schäuble stellt in ‘Unter den Linden’ seinen Masterplan zur Vermeidung von Gewalt und Amokläufen dar – die Jugendlichen sollten mehr lesen und mehr Sport treiben. Renate Künast wirft noch das ganze Gewicht grüner think tanks hinterher und erklärt, man müsse einfach mehr über Medien diskutieren. Zapp. Eine Sendung über gemischt Hochkulturelles stellt Richard David Precht vor. Zapp. Werbung. Der Chronist agiert inzwischen nur noch auf vegetativer Ebene. Einzig bruchstückhaftes Ausschweifen zu Tier- und Geschichtsdokumentationen verhindert ein Aussetzen des Herzmuskels. Zapp. In einer Call-in-Gameshow schreit ein hysterisches Weib seit zwei Stunden, dass nur noch eine Minute Zeit sei bis Sendeschluss und dass irgendein heißer Knopf vorhabe, demnächst zuzuschlagen. Zapp. Wichtige Leute in Anzug und Krawatte debattieren ernst und fachlich über Finanzen, Politik und Risikostrategien in…nein halt, sie reden nur über Fußball. Das wurde nach zirka fünfzehn Minuten immer deutlicher. Sepp!
Werbung. Nur der nun leicht nach hinten geneigte Kopf des Probanden verhindert, dass ihm die Augäpfel aus den Höhlen rollen nachdem sie aus Protest androhen, ihren Dienst zu quittieren. Zapp. Ausnahmsweise läuft eine Wiederholung von Beckmann. Zu Gast sind zwei blaublütige Hobbywirtschaftsminister, die gemeinsam Sprechblasen mit Krisenrethorik aussondern, und Richard David Precht. Zapp. Eine Diskussionsrunde mit dem Thema Hartmut Mehdorn. Dass er zurückgetreten sei. Und warum. Und ob da jetzt einer nachrückt. Und wer? Mann könnte denken, der Papst hätte sein Pileolus an den Nagel gehangen. Leeres Rauschen aus Informationsblabla. Das Fazit lautet nach 45 Minuten: ›Schaun mer mal‹. Zapp. Das philosophische Duett aus Sloterdijk und Safranski empfängt zum Thema 200 Jahre Evolutionstheorie einen Biologen und Richard David Precht. Nach dem das Fernsehgerät lautstark mit der zugehörigen Fernbedienung ausgeworfen wurde, bleibt respektvoll zu konstatieren, dass es erstaunlich ist, was Menschen, die viel fernsehen, eigentlich auszuhalten im Stande sind. Gegen die verschwindend geringe Anzahl sehenswerter Sendungen, die aber auch nur Nachts in irgendwelchen Spartenkanälen laufen, steht ein Überangebot aus Berieselung und Verblödung. In eine Kerze starren hat pädagogisch in etwa denselben Wert. Peter Weibel hat mal gesagt, eigentlich müsse der Konsument Geld vom Kapitalisten dafür kriegen, dass er Teile seiner Lebenszeit dem Konsum des Produkts widme. Bis das beim Fernsehen so gehandhabt wird, bleibt der Wegsehabend dem Abend vor der Glotze fraglos vorzuziehen.



















35 Kommentare
“[Jerry] Mander behauptet, dass das Fernsehen dazu beiträgt, alle acht Bedingungen für das Brechen einer Bevölkerung zu schaffen.
Fernsehen, erklärte er,
(1) beschäftigt die Menschen so sehr, dass sie nicht mehr wissen, wer sie selbst sind – und was ein menschliches Wesen ist,
(2) trennt die Menschen voneinander,
(3) erzeugt sensorische Deprivation,
(4) beschäftigt den Geist und füllt das Gehirn vorgefertigten Erfahrungen und Denken,
(5) fördert Drogenkonsum um die Unzufriedenheit zu dämpfen (während das TV selbst einen Drogen-ähnlichen Effekt produziert …),
(6) zentralisiert Wissen und Information;
(7) eliminiert oder “museumisiert” andere Kulturen, um Vergleiche zu beseitigen, und
(8) definiert Glück und dem Sinn des Lebens.”
http://neunzehnhundert84.blogspot.com/2010/08/fernsehen.html
Typo: “… an den Nagel gehangen.” -> “… an den Nagel gehängt.”
Dagegen danke für “Pileolus”!
[...] wieder hoch geholt…. Zapping. Ein Selbstversuch. | Frankfurter Magazin Netter [...]
Lieber Moritz,
Du solltest Deine wertvolle Zeit lieber damit verbringen, gute Bücher zu lesen. Dies könnte – nach geraumer Zeit und tausenden Seiten – dabei helfen, die für einen solchen (sicher ironisch gemeinten, aber nichtsdestotrotz völlig verquasten) Beitrag nötige sprachliche Reife zu erlangen. So wirkt das alles bedauerlicherweise nur bemüht komisch, possierlich und ein wenig selbstverliebt.
Bücher lesen. Dann klappts auch mit dem Redakteursgesudere in Richtung Fernsehen
Liebe Grüße,
Peter
Zwei Seiten, die sich in einem Satz zusammenfassen lassen: Fernsehen ist scheisse.
Außerdem hat man das auch schon oft genug gelesen. Der Artikel hätte so auch im Fernsehen kommen können.
ach wie interessant… wieder mal ein journalist, der den zwang hat, der öffentlichkeit mitzuteilen, wie unerträglich das fernseheprogramm ist. diese artikel voller binsen und humorversuche sind mittlerweile genauso entbehrlich geworden, wie das programm, das sie kritisieren. bypisch bildungsbürgerliche erregunsreflexe eben.
meint tip: machen sie es wie ich und ignorieren sie den kasten gegenüber der couch einfach.
Da versucht sich jemand prätentiösest mit Wortwitz und antiintellektueller Attitüde über das Fernsehen zu echauffieren und redet dann schwachsinnig von “an Wahrscheinlichkeit grenzend”…was grenzt denn an Wahrscheinlichkeit? Möglichkeit? Unwahrscheinlichkeit?
Heisst übersetzt “Es ist unwahrscheinlich, dass Wissenschaft was für Leute sei, die sich, dem Sandkasten entkommen, dem Fernsehen zuwenden”? Das wollten Sie doch nicht sagen, oder?
(Ich könnte übrigens Stunden so weiter machen angesichts der grausigen Fehler und zumindest irritierenden Synthax, aber erstens sollten Sie selber wissen, dass Sie sich nicht an solche Satzkonstruktionen wagen sollten, weil Sie ihnen nicht gewachsen sind, und zweitens langweilt es micht).
Es wundert mich vielmehr, dass jemand mit einem solch ausgeprägten Hass auf das Fernsehen so viel Schund sieht und die Perlen blindwütig vernachlässigt – ich persönlich will jedenfalls gar nicht wissen, wieviel Mist da jeden Tag über den Äther geblasen wird, weil ich nur Dinge sehe, die mich interessieren und/oder weiterbringen und dazu brauche ich zuallerst einmal keinerlei DVD’s mit Hollywoodschund, der noch intelligenzfeindlicher ist als das Nachmittagsprogramm von Pro7, zum Zweiten brauche ich keine “Playstation” die mit ihrem synapsenverschmorend eintönigem Spieleangebot im besten Falle Zeitverschwendung ist und zum dritten brauche ich dafür keine Talkshows, die sie ja offenbar besonders gerne sehen.
Ist Ihnen eigentlich aufgefallen, dass ihre Attitüde wunderbar ins Vorabendprogramm von RTL2 passen würde? Dort könnten sie in einer Talkshow über doofe Intellektuelle, geltungssüchtige, aber unverständliche Wissenschaftler und vor allem über die Philosophen räsonieren, die zwar niemand wahrnimmt, wenn sie sich einmischen, die aber an allem Schuld sind, weil sie sich angeblich nicht einmischen.
Ich persönlich hoffe für Sie, dass sie lediglich von ihrer Frau/Freundin/Geliebten oder von mir aus auch ihrem Mann/Freund/Geliebten verlassen wurden und bloß zu viel Zeit und zu viel Wut in sich hatten – dann gäbe es auch nach diesem Artikel noch Hoffnung für Sie…
PS: Dieser Artikel ist total scheiße, weil im Internet sind auch Youtube und Youporn und Spammer und Nazis und so weiter. (Ich hoffe sehr, Sie verstehen die Analogie
)
Grüße aus dem arte-Haushalt (ich habe immer mehr das Gefühl, dass ich der einzige bin, der auf der Suche nach Qualität im Fernsehen noch fündig wird – ich und der alte Marcel Reich-Ranicki)
Ach was fühlen wir uns heute wieder elitär und geistig überlegen dem armen Pöbel, der es nicht schafft den Fernseher auszuschalten.
Jedoch, wiewohl die durchschnittliche Qualität des Fernsehprogrammes sicher nachgelassen hat, war es noch nie die Grundaufgabe des Fernsehens (von Teilen der ÖR abgesehen) das Publikum zu bilden oder pädagogisch zu wirken.
Seine Aufgabe ist es, den Konsumenten (wie auch immer) zu unterhalten und dafür bezahlt zu werden (von wem auch immer).
Es ist in dieser Hinsicht genauso ein Abbild der Gesellschaft wie die versammelte Presselandschaft oder auch der Querschnitt der Webseiten in diesem unseren Lande.
Nichtzuletzt macht die deutlich gestiegene Anzahl von Fernsehsendern mit 24-Stunden-Programm es natürlich schwer, diese Sendezeit mit hochwertigen Programmen zu füllen. Man muss sich halt seine Perlen herauspicken und wenn nix dabei ist, gibt es ja noch Bücher, DVD oder Playstation.
Ich verstehe nicht warum Sie darüber überhaupt schreiben? Ich bin 23 Jahre alt und habe für mein Leben schon genug in den Kasten geschaut!
Seit über 2 Jahren bin ich fernsehfrei – und überraschenderweise glücklich!
Hin und wieder seh ich im Fitnessstudio mal etwas Hartz IV-TV und bin dann doch wieder froh wenn ich einfach nur meinen IPod anmache…
Diese ständige Werbung (auch Schleichwerbung), diese billig produzierten Sendungen mit irgendwelchen Hausfrauen als Darstellern – ne, da setz ich mich doch lieber mit nem schönen Buch in den Garten und genieße diese unbändige Ruhe.
Ähhhhh …?
Wolle Rose kaufen……………. ??!!
Im Gegensatz zu dem “Pöbel”, der hier wegen Rechtschreibung und Grammatik lästert und, ach wie toll, sowas schon eine Milliarde mal gelesen hat, muss ich sagen: Guter Artikel.
Dazu fällt mir die Aussage von Günther Schabowski ein. Ja, der der die Mauer geöffnet hat. Man mag das heute für politisch inkorrekt halten, was er vor 1989 äußerte:
“Alte Filme, billigste Filmware aus den USA, flachste Unterhaltung und viel Reklame werden nach dem politischen und gestalterischen “Credo” der Bildzeitung mit dürftigen Nachrichtensendungen antikommunistischer Zielrichtungen verflochten. Viel “Unterhaltung” und wenig Denken. Die Hauptziele sind politisch durch und durch unmoralisch – Desinformation, Verdummung, feindliche Hetze. Möglichst vielen Zuschauern soll mit billigsten Mitteln der “goldene Westen” vorgegaukelt werden.”
Recht hat er wohl gehabt.
Werter Herr Preiselberger,
ich verwahre mich gegen die Bezeichnung Pöbel, erst recht von einem, der sich alle Mühe gibt, sich das Attribut Pöbel zu verdienen!
Ein guter Artikel schließt für mich zwingend notwendig halbwegs korrekte Rechtschreibung und Grammatik mit ein, was sie meinen ist: “Ich teile die Zielrichtung ihrer Polemik” – was etwas völlig anderes als “Guter Artikel” ist.
Dass sie anschließend ausgerechnet einen Aushilfssozialisten wie Schabowski anführen, um das Fernsehen an sich zu diskreditieren, ist in etwa so armselig, wie dir Versuch, einen Analphabeten als Leumund anzuführen, dass alle Bücher Dreck sind.
Die Qualität eines Mediums misst sich nicht allein an dem Schund, der durch dieses publiziert wird – wäre das so, wäre jedes Medium an sich, angefangen bei der Sprache selbst, reiner Schund und allenfalls der vorhistorische Höhlenmensch hätte noch eine Chance auf “gute Medien”.
@deviat Ich bin es leid, dass immer arte als Nonplusultra der Fernsehqualität herhalten muss. Das hat arte in keiner Weise verdient. Welch dummdreistes Gelaber dort teilweise dem arte-Haushalt angeboten wird, hat nichts mit Qualität zu tun. Mein Tipp, um das rosa arte-Weltbild auf eine realistische Farbe zu zappen: “Yourope”. Viel Spaß
@Artikel Langweilig, bemüht, pubertär.
@Glorifizierung:
Ich gebe zu, ich hätte deutlicher machen müssen, dass die Bezeichnung “arte-Haushalt” deutlich ironische Züge trägt und vielmehr ein sarkastisches Spiel mit der antiintellektuellen Grundhaltung des Autors als eine stolze Selbstbetitelung ist. Andererseits geht das zum einen aus dem Gesamtkommentar durchaus hervor, wie ich finde und außerdem muss man zugestehen, dass die Bezeichnung “Nonplusultra” angesichts Einsteins Relativitätstheorie durchaus als angemessen zu bezeichnen wäre: Trotz dessen, dass auch arte viel Schrott sendet, ist der Sender angesichts des Schrottes, der anderswo gesendet wird, eine Art “Einäugiger unter den Blinden”: das Nonplusultra in Sachen Sehen eben…
Herrlich. Die Kommentare sind nicht nur besser geschrieben als der Artikel, sie sind auch noch unterhaltsamer.
Hier zeigt sich ein weiteres Mal die traurige Wahrheit, dass der Unterhaltung in Deutschland immer noch ein Makel anhaftet. Eine seltsame Überzeugung, als ob das Leben angefüllt sein müsste mit Hochgeistigkeit, um das Selbstwertgefühl nicht zu beschädigen. Menschen, die sich so positionieren, sind nach meinen Erfahrungen auch ansonsten schwierig, nicht mehr kritisch, sondern voreingenommen. Noch schlimmer sind eigentlich nur Ex-Fernsehgucker, die einem, vergleichbar mit Ex-Rauchern, ihre eigene moralische Stärke gerne immer wieder unter die Nase reiben. Das Ironische ist natürlich, dass die Fernsehverweigerer ihre moralische Überlegenheit so gerne hinaustönen, dass sie in ihrer Selbstdarstellung durchaus Fernsehformat beweisen.
Zu: “[...] dass es erstaunlich ist, was Menschen, die viel fernsehen, eigentlich auszuhalten im Stande sind. ”
Ich sag nur: Dummheit schützt! Denn Sie verstehen nicht, was sie sehen
Diese Diskussion erinnert mich doch stark an Harpe Kerkelings “Hurz”. Als er damals ein Klavierkonzert vor ach so Intellektuellen gab, welche dann köstlich seine Sangeskunst kommentierten.
Der Artikel kommt mir vor, wie eine 110. Wiederholung ….. und scheiße geschrieben ist er auch.
Grüße eines Prolls, der über einen Link hierher kam und dem dies never ever passiert…F.Y. Rüüüüüüüüüüüüüüüüülps, alder, mein Atsra iss gleich alle, son dreck
Wenn einer etwas über “das” Fernsehen schreibt, ahne ich, was dabei herauskommt. “Das” Fernsehen ein Übertragungsweg. Und die Kritik in solcher Form ist ebenso sinnvoll wie in den nächstbesten Zeitungskiosk zu rennen, blindwütig irgendwelche Gazetten aus dem Regal zu reissen und einzelne Seitenteile heraus zu trennen.
Da hätten wir dann Grund genug, vor dem Konsum von Bedrucktem zu warnen.
Die Haltung, ein intelligenter Mensch würde nicht fernsehen, ist in ihrer Schlichtheit und Borniertheit kaum zu toppen.
Wer nicht weiß, wie er mit Programmzeitschrift und Fernbedienung umgehen soll, der sollte das Medium Fernsehen wirklich meiden und aufhören, darüber zu schwadronieren. Oder sich Gedanken machen, wie er einen originellen Text verfasst – statt so einen alten Käse aufzutischen.
Übrigens, werte Fernsehhasser, heute gibt es ab zwanzichfuffzehn Frontal21 von gestern, weil ihr ja eh nie guckt, später gleich 2 (zwei!!!)) sehenswerte Reportagen zum Thema KiK und danach Zapp (Nachtijall, ick hör dir trapsen!); dann ist der Fernsehabend auch schon wieder zu Ende – ohne Werbung, ohne Schund und ohne arte!
So ganz aktuell ists nicht, oder? Mehdorn tritt zurück? Und bei der Call-in-Show frage ich mich schon, welche das gewesen sein soll, denn diese beschriebene, offensichtliche Praxis des Zeitdruckaufbaus (“Jede Minute kann die Sendung zuende sein”) wird schon seit dem 10. Rundfunkänderungstaatsvertrag von März 2009 nicht mehr eingesetzt; es gibt nun andere Methoden. Da hab ich den Eindruck, dass hier nicht wirklich eine Sendung verfolgt, sondern nur bekannte Klischees wiedergegeben wurden.
Ja, der Artikel ist überflüssig, keine Frage. Und damit auch alle Kommentare … so auch meiner. Ich schreibe dennoch.
Zu deviant:
Ausgehend von “(Ich könnte übrigens Stunden so weiter machen angesichts der grausigen Fehler und zumindest irritierenden Synthax, aber erstens sollten Sie selber wissen, dass Sie sich nicht an solche Satzkonstruktionen wagen sollten, weil Sie ihnen nicht gewachsen sind, und zweitens langweilt es micht).” halten meine Schreibfinger nicht still.
Man liest deviants Kommentar … und es graust einem spätestens am Ende:
“weil im Internet sind auch Youtube und Youporn und Spammer und Nazis und so weiter”
Der weil-Satz des Pöbels – ohne Satzstellung eines Nebensatzes. Sorry, aber damit katapultiert man sich noch immer hinaus.
Nur noch ein paar Beispiele – alles wäre mir zuviel:
“Stunden so weiter machen” – weitermachen.
“zweitens langweilt es micht” – t zuviel.
”die mit ihrem synapsenverschmorend eintönigem Spieleangebot” – 2 x Dativ mit m am Ende? Nicht in Deutschland. Also “eintönigen”.
“an allem Schuld sind” – schuld.
“Ich persönlich” – Worthülse … ich = immer persönlich, oder?
“sie/ihr” – besser Sie/Ihr.
Ich bin weg … und komme nicht wieder. Daher ist ein Kommentar zu meinem egal. Viel Spaß allen weiterhin!
@deviant: Schade, fast hätte ich deinem ersten Beitrag zugestimmt. Doch dann dies: “zum Zweiten brauche ich keine “Playstation” die mit ihrem synapsenverschmorend eintönigem Spieleangebot im besten Falle Zeitverschwendung ist”
Ja wie? Eine PlaySation ist “im besten Falle Zeitverschwendung”? Ist nicht jedes Hobby irgendwo “Zeitverschwendung”? Irgendwie muss die Lebenszeit bis zur eigenen Beerdigung halt gefüllt werden, nicht wahr?
Natürlich könnte man diese Zeit auch mit “sinnvolleren” Dingen füllen, wie z.B. Länder bereisen, sprachen lernen oder die Welt retten. Aber bringt sowas wirklich mehr, als die Zeit mit was anderem – zum Beispiel der “PlayStation” – zu füllen?
Und zweitens: Wie “synapsenverschmorend eintönig” ist das Spielangebot der PlayStation denn?
Ach ich vergaß, für den großen Intellektuellen spielt sich ein “Fallout 3″ natürlich genau so wie ein “Okami” und “We Love Katamari” ist nur eine andere Bezeichnung für “Modern Warfare 2″. Natürlich.
Wenn man mal keine Ahnung hat, und so.
lol. weshalb löschen sie meinen kommentar? war er nicht genehm?
@Hobelbruder: Wie Sie an der Diskussion hier sehen, löschen wir durchaus keine kritischen Kommentare. Es wird lediglich dann ein Kommentar gelöscht, wenn er sehr beleidigend oder in anderer Weise stark diffamierend ist (wenn z.B: der Autor oder andere Diskussionsteilnehmer mit Kraftausdrücken/Schimpfwörtern bedacht werden).
unterhaltsamer artikel – unterhaltsamere kommentare, schön zu sehen, dass man zu jedem unsinn den oberlehrer raushängen lassen kann; fragt man sich nur, was sich diese spinner davon versprechen …
(..)diesem…na…wie nannten die Intellektionellen das immer(..)
)
Was ist denn ein Intellektioneller? Ist das neue deutsche Rechtschreibung für Intellektueller?
@Heiner Ich habe zu keinem Zeitpunkt den Autor/andere Diskussionsteilnehmer mit Kraftausdrücken/Schimpfwörtern bedacht.
Mein XYZ (bitte entsprechende Gottheit einsetzen oder weglassen),
ist das jetzt typisch Deutsch ?
Jeder kann doch das schauen was im zusagt (oder die Kiste auslassen/ausmachen). Fernsehzeitungen ? Bitte – heute gibt es doch EPGs. Pseudo-Infos und “Doku-Sopes” sind doch schon wieder so schlecht das sie schon wieder richtig Spass machen.
Und ab-und-zu kommen auch richtig gute Filme (wenn man sie findet, macht aber nichts, die kommen wieder…) und/oder Reportagen (richtige, bei denen der “Macher” nicht vor der Kamera rumturnt) …
Nur: Man/Frau sollte immer eine kritische Distanz zu allem gezeigten bewahren, wer Bildern glaubt sollte mal selbst fälschen, das geht ganz einfach.
P.S.: Es gibt auch Bücher mit > 1000 Seiten die so-was-für-die-Tonne sind…
Ich fand den Artikel lustig. Ich hatte auch gedacht, dass der Artikel einfach nur lustig sein sollte. Was manche Kommentatoren hier von einem Beitrag über das Fernsehen erwarten, erschließt sich mir nicht.
Dann noch eine Empfehlung an diejenigen, denen das alles zu blöd ist: Wenn ich was unternehmen möchte, was mich geistig anregt, greife ich meist zu Lehrbüchern aus den Bereichen Informatik (Programmiersprachen) und Tontechnik (z.B. “Handbuch der Tonstudiotechnik”, 2 Bd.). Fernsehen ist ein völlig anderer Kosmos.
Ich fand es schön, mal was von jemanden zu lesen, der fernsehen offensichtlich einen ganzen Abend ausgehalten hat und sich an das meiste noch erinnern konnte oder dazu Notizen gemacht hat.
Wenn jemand in meinem Beitrag Rechtschreibfehler findet, darf er sie gerne behalten.
Mein Fazit:
Gute Beispiele für schlechtes Fernsehen:
siehe oben.
Gute Beispiele für schlechte Bücher:
siehe Buchhandlung.
Gutes Beispiel für schlechte Internetbeiträge:
siehe wieder oben.
Wie bei ALLEM ist es IMMER gefährlich Verfügbares ungefiltert und in Mengen zu konsumieren. Das gilt fürs Fernsehprogramm, Bücher und Internet sowieso. Aber auch für Alkohol, Sonne, Sex, Arbeitsanweisungen, Diäten, Sport, und Klugscheißerei.
Mein Vorschlag: Diesen Artikel nicht bei Kritik sondern Satire einordnen. Dann hätte man eine saubere Verarsche der 0815-TV-Kritiker und die Kommentatoren haben sich gleich mit selbst auf die Schippe genommen. (Das gilt dann gern auch für mich!)
[...] Zapping. Ein Selbstversuch. | Frankfurter Magazin Abgelegt unter: Allgemein — Earlchaos @ 17:49 Zapping. Ein Selbstversuch. via frankfurter-magazin.de [...]
Ich schaue schon seit ewigkeiten Zappend-musste mir einen zweiten Fernseher holen da der erst neu gekaufte eine absolut besch….Umschaltfrequenz hatte.))
Erst im Vergleich mit anderen Ländern wird aber klar ,das deutsches Fernsehen noch nicht so schlimm ist wie in anderen Ländern-man findet immer wieder ein Angebot wo man nicht komplett verblödet -man muss aber bis dahin ,sich durch viel Müll ”durchzappen”.
Zappen sie sich doch mal zb.duchs polnisches Fernsehen durch-da wird der unterschied erst sichtbar.
Empfehlenswert ist auch das TV-Sehen mit Musik-Sendungen mit Untertitel sind da hilfreich,Volksmusik kann man sehr gut mit Elektro und Hose verbinden-manchmal passen die Volksmusik -Tanzbewegungen wie die Faust auf’s Auge zum Beat…….
Viel zu einseitig geschrieben. Statt kritisiert wird hier nur gebashed! (obwohl ich Anglizismen hasse – erst recht solch schlechte)
[...] Zapping. Ein Selbstversuch. [...]