
Screenshot der Google-TV Präsentation
Wir dürfen uns vor dem Fernseher bald wie beim Internetsurfen fühlen, denn Google will mit der neuen Plattform “Google TV” Fernsehen und Web verschmelzen. So kann man über ein Browser-Suchfenster der “Google TV”-Fernbedienung den Namen einer Serie oder eines Senders eingeben. Wer z.B. seinen Fernseher nach “RTL2 und Kultur” suchen lässt, erhält auf dem Bildschirm die Meldung “Error 404 – Inhalt nicht gefunden“.
Während wir arglos durch die Kanäle zappen, versteckt Google im Fernsehgerät sogenannte Cookies, mit denen die Sender das Programm blitzschnell unseren Sehgewohnheiten anpassen. So können wir heute die Supernanny, Polizeiruf 110 und eine Sex-Doku schauen und schon morgen über einen Film staunen, in dem Katia Saalfrank nackt auf Gangsterjagd geht. Dank Google-TV ist nun auch die Zeit langweiliger Werbeblöcke vorbei. Stattdessen verschwindet Tagesschausprecher Jan Hofer hinter Werbefenstern für Pokercasinos, und die Mainzelmännchen marschieren als plärrende Flash-Animation durchs heute-journal.
Leider wird die Verbindung von Web und TV auch Betrüger auf den Plan rufen. So könnten sich fiese Zeitgenossen in den laufenden Tatort hacken und dafür sorgen, dass der Mörder ungestraft davonkommt. Außerdem wird selbst die beste TV-Firewall nicht verhindern, dass sich Schadprogramme im Fernseher einnisten. Auch im Zeitalter von Google-TV müssen wir also mit Johannes B. Kerner leben.







[...] Google TV – Bald Trojaner in der Bildröhre: Frankfurter Magazin [...]