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Die telefonierende Vagina

veröffentlicht von Katja am 5. Mai 2008 Kategorie Satire. Du kannst allen Kommentaren dieses Beitrags folgen RSS 2.0. Du kannst einen Kommentar oder einen Trackback für diesen Beitrag hinterlassen

Das blonde AlienWir wissen ja alle, daß sich im Internet haufenweise perverse Typen rumtreiben. Also Menschen wie Du und ich. Und weil das nicht nur schlecht ist, kann man das Netz super nutzen, um gleichgesinnte Perverslinge kennen zu lernen.

Das funktioniert ganz toll via Chat. Im Prinzip muss man sich nur irgendwo als Blond bezeichnen und schon hagelt es Einladungen, Schwanzbilder, Wichsvideos und Angebote. Sich als weiblich auszugeben wäre auch ganz hilfreich.

Und zack, nach ca. 10 Sekunden kann man schon klasse Sex haben. Cybersex. Allerdings ist die Enttäuschung beim ersten Mal recht groß, denn Hand anlegen muss man selbst.

Ja, ich weiß. Das ist überraschend. Falls Du also zunächst versuchst, Deinen Schwanz ins Laufwerk zu pressen oder wild auf dem Gehäuse rumreitest, nö, so funktioniert das nicht. Cybersex heißt nämlich, Du vögelst mit einer anderen Person, aber das rein virtuell. Das mag jetzt ein Schock für Dich sein, aber so ist es. Und rumschrubben musst Du ganz allein an Dir. Also eigentlich alles wie gewohnt.

Wählerisch und anspruchsvoll darf man natürlich auch nicht sein. Wer weiß, ob der geile Maurice nicht in Wahrheit die geile Johanna ist? (Oder andersrum) Aber egal. Ein bißchen bi ist ja nicht schlecht. Und wenn Johanna gut drauf ist, kann sie es einem ja auch besorgen. Johanna könnte natürlich auch ein Pulk aus 5 pubertierenden Teenagern sein, die sich einen Riesenspass draus machen, dich zu verarschen. Aber who cares? Hauptsache F*****.

Selbstverständlich weiß ich das alles nur vom Hörensagen. Ich mache solchen Schweinkram ja nicht.

Jedenfalls tippt man sich einen ab, was total bescheuert ist, weil man eigentlich an sich rumschrauben möchte. Und dafür braucht man ja wenigstens eine Hand. Und ich tippe mit einer Hand nicht so gut, weil ich das 10-Fingersystem gewohnt bin. Also ziemlich unpraktisch.
Aber immerhin hat es einen Vorteil gegenüber bspw. Video- oder Telefonsex. Man sieht und hört den anderen nicht. Jetzt sagst Du vielleicht, häh, wieso, das ist doch nicht schlecht, wenn man den anderen hört. Gestöhne ist doch geil.

Jaaa…

Jetzt könnte es ja vorkommen, nicht, daß mir sowas schon passiert ist, daß man im Chat jemanden kennenlernt und spontan telefonieren möchte. Das ist natürlich auch eine gute Möglichkeit, um das wahre Geschlecht vom scharfen Maurice herauszufinden. Und es ist auch eine gute Möglichkeit für geilen Telefonsex. Theoretisch jedenfalls.

Erfahrungsgemäß ist man recht aufgeregt, wenn man das erste Mal mit jemanden vögelt. Via Telefon ist das nicht anders als bei einem harmlosen und altmodischen One Night Stand. Aber wie beim ONS gibt es auch beim Telefonsex ein paar Dinge, die man beachten muss:

  • Der Hörer gehört ans Ohr und sollte nicht zweckentfremdet werden. Sprechende Vaginas gibt es nur im Theater.
  • Leg nicht gleich los, wenn Du abhebst. Vergewissere Dich zuerst, ob auch wirklich der potentielle Geschlechtspartner am anderen Ende ist. Deine Mutter könnte überrascht reagieren, wenn Du sie als “Hi Du geiles Miststück” begrüßt.
  • Liegen Dir folgende Fragen auf der Zunge, solltest Du möglichst schnell auflegen und es Dir einfach so selbst besorgen:
    Öh, wie alt warst Du nochmal?

    Hat da nicht eben jemand gelacht?

    Was rauscht da so im Hintergrund? Du nimmst das doch nicht etwa auf?

    Kannst Du auch lauter sprechen? Wie, Du weckst dann die Kinder auf???

    Deine Stimme kenn ich doch…
  • Überleg Dir, ob Du es Dir nicht doch lieber bei der Tagesschau besorgen willst. Thorsten Schröders Stimme ist auch geil.

Tja, und dann war da noch eine Sache…

Es gibt in Deutschland über 100 Dialekte. Im deutschen Sprachraum noch mehr. Darauf sollte man gefasst sein!
Ein gestöhntes Heidenei, hab isch etz ä digge Nudel kann auch in größter Geilheit ziemlich abturnend wirken.

Hab ich mir mal sagen lassen… ;-)

Genieß die Woche und denk an die Tagesschau. Besser als Telefonsex. Echt jetzt.
Dein blondes Alien.

Categories: Satire
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4 Antworten für “Die telefonierende Vagina”

  1. [...] jedenfalls) Und das heißt für Dich: Stippvisite auf meine Kolumne. Geht ums Ficken. Also genau das richtige für [...]

  2. Gucky sagt:

    Vielleicht habe ich nicht genug Phantasie um virtuellen Sex zu haben. Ich hätte schon Schwierigkeiten, wenn ich genau wüßte, daß Johanna kein Johannes ist…
    Letztendlich ist es so wie du schon sagst… man muß alles selber machen. Also spare ich mir die Chatterei ein und gucke mir ein Youporn-Video an und rüttel mir einen von der Palme… :mrgreen:
    Obwohl das auch eigentlich äußerst unbefriedigend ist… irgendwas fehlt mir dabei immer…

  3. Gucky sagt:

    Schlappe Sache das… entweder liest das niemand oder keiner traut sich zu kommentieren ? :shock:

  4. Jenni sagt:

    Na, dann muss ich ja auch mal meinen Senf dazugeben. ^^
    Ist ja nun mittlerweile auch wiisenschaftlich erwiesen, dass Sex zu einer sehr hohen Prozentzahl im Kopf stattfindet. Und da kommt es dann natürlich drauf an, wen man da am anderen Ende hat. (wobei Telefonsex glaub ich gar nix für mich wäre) Im Internet ist jedoch die Wahrscheinlichkeit jemanden zu treffen bei dem es passt ziemlich hoch. Ich für meinen Teil bin da allerdings ziemlich wählerisch. Wenn ich mal aus dem Nähkästchen plaudern darf. Mir ist das sccheißegal, wie der/die/das gegenüber aussieht, das stell ich mir eh vor. Daher stell ich prinzipiell keine Fragen und erwarte das auch von meinem Gegenüber. Nix finde ich abtörnend als jemanden, der seiner Phantasie nachhelfen muss, indem er fragt: Sach mal, wie siehst du eigentlich aus, beschreib dich mal? Da kann ich auch auf die Piste gehen. Da seh ich wenigstens obs stimmt ;)

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