Lieber Viktor L., neulich schrieben Sie uns ja folgenden elektrischen Brief:
“Sehr geehrte Damen und Herren,
wenn das Ihrem Zeitschrift passt, würde ich gerne mich mit Ihnen in Verbindung setzen.
Sie können mich auch im Internet (Google) unter meinem Namen finden.
Mit freundliche Grüßen
Viktor L.“
Und dann hängten Sie noch ein Gedicht “frei nach I.A. Krylov – russ. Fabeldichter des 19.Ja.hu.” an, welches so anfängt:
“Es wurde oft ein Koch bestohlen:
Sein Kater hat mal Fisch gefischt,
Mal ganze Wurst, mal Schinkenrollen.”
Dazu möchte ich Ihnen, sehr geehrter Herr Viktor L., Folgendes mitteilen: Nein, es passt ganz und gar nicht “unserem Zeitschrift”, dass Sie sich “gerne” mit uns “in Verbindung setzen“ würden. Denn erstens haben Sie das ja mit Ihrer E-Mail schon getan, falls Sie es noch nicht bemerkt haben sollten, und zweitens nehmen wir – wenn uns danach ist – einfach Verbindung mit Ihnen auf, denn wir wissen ja, wo wir Sie finden: “… im Internet (Google) unter meinem Namen… “.
- Für diesen Hinweis waren wir, lieber Herr Viktor L., übrigens sehr dankbar, denn oft suchen wir Leute “im Internet”, indem wir einfach hinter großen Bäumen nachschauen oder mal so hineinrufen, in‘s Internet. Sie verstehen?
- Und dass wir Sie unter Ihrem eigenen Namen suchen und finden können, das wäre uns ja auch von alleine ganz und gar nicht eingefallen. Wie oft suchen wir Informationen zu Personen und gucken unter ganz falschen Namen nach (z.B. Guido Westerwelle gesucht aber Siegfried und Roy bei diesem Suchdings eingegeben). Ja, da muss man erst mal drauf kommen, auch genau den Namen in dieses neumodische Suchteil einzugeben, den man auch sucht!
Zu guter Letzt, lieber Herr L., möchte ich noch auf Ihr Gedicht “frei nach I.A. Krylov – russ. Fabeldichter des 19.Ja.hu.” zu sprechen kommen.
Und ich möchte es mal so ausdrücken: Wenn Sie es irgendwann, in ferner Zukunft, mit irgendwelchen übersinnlichen oder hochkomplizierten, technischen Tricks schaffen, dass sich “bestohlen” und “Schinkenrollen” reimen, und Sie dem ganzen Gedicht auch irgend einen Sinn – scheißegal welchen – geben können, dann… ja dann … dann spiele ich dazu den Narhallamarsch und Sie dürfen Ihr Teil auf der Betriebskappensitzung des Frankfurter Magazins vortragen. Ja?!
Es grüßt die Oberkappe!
Foto: © styleuneed - Fotolia.com



















1 Kommentar
Und schon habt ihr ein aufstrebendes Talent mit euerer Absage todunglücklich gemacht…